When in Istanbul…

MUST-SEEs und MUST-DOs

„If the Earth was a single state, Istanbul would be its capital.“
Napoleon Bonaparte


Am Marmarameer, zu beiden Seiten des Bosporus, der das Mittelmeer mit dem Schwarzen Meer verbindet, befindet sich Istanbul. Wer in Geographie immer brav aufgepasst hat, weiß, dass der Bosporus die Grenze zwischen Europa und Asien darstellt; Istanbul gilt somit als die einzige Metropole der Welt, die auf zwei Kontinenten liegt.
Die Stadt hat so viel mehr zu bieten als „nur“ eine Vielzahl an Moscheen und Palästen, auf die Istanbul leider so oft reduziert wird. Während zwei Reisen (im Mai und im September 2014) habe ich diese Metropole kennen und lieben gelernt; ich bin in ihre lebendige Geschichte eingetaucht und habe den Reichtum an Kunst und Kultur, den Istanbul für seine Besucher bereithält, entdeckt. Ohne euch lange mit geschichtlichem Hintergrund, Zahlen und Fakten zu langweilen, will ich meine (positiven sowie negativen) Erfahrungen mit euch teilen.

Istanbul


Was ihr euch in Istanbul nicht entgehen lassen dürft…

…in einem Hotel in Beyoğlu übernachten.
Dieser europäische Stadtteil Istanbuls überrascht mit seinen schicken Hotels und einem breitgefächerten Unterhaltungsangebot. Für mich ist Beyoğlu der ideale Ausgangspunkt für Sightseeing- und Shopping-Trips; trotz seiner Größe lässt sich Istanbul nämlich bequem zu Fuß erkunden.
Tipp: Eine perfekt gelegene und günstige Unterkunft ist das Peak Hotel

…den Galata Turm erklimmen.
Keine Sorge, ein Lift bringt euch zur Aussichtsplattform des Turms, der sich am Nordufer des Goldenen Horns befindet. Von dort oben genießt ihr einen unvergleichlichen 360-Grad-Ausblick über ganz Istanbul.
Tipp: Der Turm kann von 09:00 bis 20:00 besichtigt werden und das frühe Aufstehen lohnt sich, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

…Moscheen und Paläste erkunden.
Sehenswürdigkeiten wie die Hagia Sophia, der Topkapi-Palast, die Blaue Moschee, das Hippodrom,… gelten nicht ohne Grund als Touristenattraktionen. Die architektonischen Meisterwerke, mit ihren farbenfrohen Mosaiken und aufwendigen Verzierungen, sind Zeitzeugen der lebendigen Geschichte Istanbuls und versetzen ihre Besucher in Staunen.
Tipp: Auch hier lohnt es sich, zeitig bei Öffnung vor Ort zu sein. Nicht selten betragen die Wartezeiten später am Tag mehrere Stunden.
Tipp: Mit dem 3-Tages-Museumspass Istanbul umgeht man Warteschlangen, spart Geld und hat Zutritt zu den wichtigsten Museen.

Istanbul

…sich von der Basilikazisterne verzaubern lassen.
Der unterirdische Wasserspeicher, auch als Versunkener Palast bekannt, gilt für mich als Highlight und absolutes Muts-See in Istanbul. Am Fuße der 336 Säulen, im seichten klaren Wasser der Zisterne tummeln sich unzählige helle bis weiße Fische, auf der Wasseroberfläche spiegeln sich die Lichtspiele wider und aus Lautsprechern tönt leise klassische Musik – eine atemberaubende Atmosphäre.

…durch Sultanahmet und das Basarviertel spazieren.
Das Stadtviertel Sultanahmet beheimatet nicht nur die bedeutendsten Moscheen, Museen und anderen Sehenswürdigkeiten, es besticht auch durch seinen unvergleichlichen Charme. Dieses und das angrenzende Basarviertel erkundet man am besten auf einem ausgedehnten Spaziergang durch die verwinkelten Straßen und Gassen, in denen ich mich nicht nur einmal verlaufen habe. Der Große Basar sowie der Gewürzbasar locken mit unzähligen Eindrücken, Düften und einem ganz eigenen Flair, das für mich zu Istanbul gehört wie Mozart zu Salzburg. Von allen Seiten preisen Verkäufer ihre Ware an, übertrumpfen einander mit noch besseren Angeboten und nicht selten wird man – gerade als Frau – direkt angesprochen oder gar gar zur Seite gezogen. Stoffe, Teppiche, gefälschte Markenware, Schmuck, Töpfereien, Lederwaren, Gewürze, Trockenfrüchte und weitere Köstlichkeiten – alles was das Herz begehrt und noch viel mehr kann man hier erstehen.
Bei meinem ersten Basarbesuch (zusammen mit einer Studienkollegin) war mir nicht ganz wohl bei der Sache – zwei junge Mädchen allein schienen mir ein gefundenes Fressen zu sein und ich malte mir die schlimmsten Szenarien aus. Grund dafür war wohl auch die (tatsächlich wahre) Schauergeschichte eines Arbeitskollegen meiner Mama: Während der Flitterwochen, die ein frisch verheiratetes befreundetes Pärchen in Istanbul verbrachte, wurde die Braut auf dem Basar wohl in einen der engen Stände gezerrt und entführt – bis heute fehlt jede Spur von ihr.
Heute erblickt man an jeder Ecke Polizeibeamte und wer sich nicht in die hintersten Winkel und abgelegensten Ecken verläuft und besonders zwielichtige Stände meidet, für den birgt der Basar auch keine Gefahren.

…die Stadt vom Schiff aus erkunden.
Sowohl das europäische als auch das asiatische Ufer des Bosporus ist gesäumt von Anlegestellen, Fähren und kleinere Ausflugsschiffe legen im Minutentakt an und ab. Ganz nach Lust und Laune kann man Meerenge hinauf- und hinunterschippern, egal ob im Rahmen einer Ausflugstour, an Bord eines Linienschiffs oder eines privaten Linienboots. Je nach Größe und Route des jeweiligen Schiffs, kann die Fahrt durchaus schaukelig – auf meine letzte 90-Minuten-Tour bei regem Wellengang an Bord eines rostigen betagten Privatkutters hätte ich durchaus verzichten können. 😉

Bosporus


…die kulinarischen Highlights genießen.

Wer glaubt, dass die Einheimischen sich ausschließlich von Klassikern wie Kebab und Döner ernähren, liegt definitiv falsch. Die türkische Küche tischt unzählige traditionelle Leckerbissen auf und legt dabei großen Wert auf die Verwendung frischer saisonaler Zutaten sowie typischer Gewürze und Aromen. Besonders Rind, Lamm, Hammel, Huhn und Leber aber auch Fisch und Meeresfrüchte landen auf dem Teller, ebenso wie sämtliche Gemüsesorten und Salate. Auf keinen Fall sollte man sich süße türkische Leckerbissen wie Baklava, Windbeutel, Reispudding,… entgehen lassen – Zuckerschock garantiert.
Doch auch wer – so wie ich – der türkischen Küche wenig abgewinnen kann, kommt in Istanbul nicht zu kurz.
The House Café bietet in mehreren Filialen neben leckeren internationalen Speisen verführerisch köstliche Kuchen und Torten an, dort habe ich den leckersten Strawberry White Chocolate Cheesecakes der Welt vernascht.
360 Istanbul erwartet euch an drei Locations mit unvergleichbar schicken internationalen Restaurants/Bars/Clubs. Der Standort in der Istiklal Caddesi dient als Gourmet-Restaurant, Rooftop-Bar und angesagter Club. Für mich ist das absolute Highlight aber die Filiale auf der Galatasaray Insel – eine schwimmende Plattform mitten auf dem Bosporus. Eigentlich finde ich nicht die richtigen Worte um die 360-Istanbul-Locations zu beschreiben – die gibt es auch nicht. Etwas vergleichbar Nobles und Atemberaubendes – nicht nur was die Speisen und Getränke dort angeht – habe ich bisher noch kein zweites Mal gefunden.
Annähernd an das Konzept von 360 Istanbul kommt das Restaurant Sunset Grill&Bar heran. Auf einem Hang gelegen, genießt man von der Terrasse dieses Nobelrestaurants aus einen unvergleichlichen Blick auf den Bosporus und Teile der Stadt. Die Nobelschlitten vor der Türe (die Gäste hier fahren scheinbar ausschließlich Maserati, Ferrari & Co.) lassen bereits erahnen, dass man hier auf die Schickeria Istanbuls trifft.

360 Istanbul

360 Istanbul

…beim Shoppen das moderne Istanbul kennenlernen.
Besonders gut Geld ausgeben lässt es sich auf Beyoğlus Prachtboulevard, der Fußgängerzone der Istiklal Caddesi. Hier findet man Boutiquen und internationale Shops, Galerien, alteingesessene türkische Läden und Kneipen. Besonders abends lohnt es sich, sich unter die Einheimischen zu mischen und hier zu flanieren.
Wer Shoppingcenter liebt und wen Menschenmassen nicht abschrecken, der ist in der Cevahir Shopping Mall goldrichtig. Im zweitgrößten Einkaufszentrum Europas gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt. Unzählige Shops bekannter Marken unter einem Dach und – zur Freude vieler weiblicher Besucher – sogar einen Victoria’s Secret Store findet man hier.

Bevor man die Reise in die Metropole antritt und die Straßen Istanbuls erkundet macht es Sinn, sich zumindest mit den Grundzügen der Geschichte der Stadt vertraut zu machen und sich einen Reiseführer zuzulegen. Hier kann ich die Istanbul-Ausgabe aus dem Hause lonely planet jedem nur ans Herz legen – kurz, knapp und informativ. Mit diesem Reiseführer im Gepäck wird jeder Aufenthalt in Istanbul – der für mich schönsten Stadt der Welt – unvergesslich.

eat / travel / love

2 Gedanken zu “When in Istanbul…

    • Freut mich, dass dir der Post gefallen hat – hoffentlich hast du viele viele Tipps vor umzusetzen! 🙂 Mit dem Peak Hotel hast du außerdem eine super Wahl getroffen! Wünsch dir eine wundervolle Zeit in meiner Herzensstadt und freu‘ ich auf einen nachfolgenden Bericht! Alles Liebe, Julie :-*

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